Ziegelbach und seine Kirche "Unsere liebe Frau"
Der damalige Papst Gregor X. erhob eine Steuer für die Kreuzzüge. So auch 1275 in Ziegelbach, was seine erste Erwähnung darstellte. Die Kirchenglocke stammt sogar noch aus dem 13. Jahrhundert und weitere Kirchenteile sind aus der Zeit der Spätgotik. Das Patronat verblieb bis zur Aufklärung 1806 in Waldsee. Als die Linie Waldburg-Wolfegg-Wolfegg erlosch, ging deren Besitz an die Herrschaft von Waldburg-Wolfegg-Waldsee über.
Nach dem Bauernkrieg wurde die Pfarrkirche mit drei Schiffen zu einer „Dorf-Basilika“ ausgebaut. Trotz der brutalen Vorgehensweise des sogenannten Bauernjörgs gab es zu dessen Erkrankung Wallfahrten zu dieser Kirche in Ziegelbach. In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges verlor Ziegelbach seinen Pfarrer und schließlich wurde die Kirche zerstört. Der Turm wurde 1657 fertiggestellt.
Die Abtei Weingarten begann ab 1715 mit dem Neubau der Kirche in Ziegelbach.
Der Barock, also die Gegenreformation, wurde prachtvoller und in Ziegelbach bekam 1731 einen neuen Hochaltar und 2 Seitenaltäre vom Barockmeister Johann Ruez. Kurz vor dem Spanischen Erbfolgekrieg wurde in Ziegelbach die Erzbruderschaft des Heiligen Rosenkranzes durch den Bischof von Konstanz gegründet. Schon 1648 wurde die Sebastiansbruderschaft hier gegründet.
Zur Zeit der Aufklärung mit dem Pfarrer Denz änderte sich das Patrozinium der Kirche. Aus Sankt Maria, “Unsere liebe Frau”, wurde das Patrozinium dem Heiligen Kilian übergeben und 1987 wieder “Unsere liebe Frau” umgewidmet.
Quelle: Ziegelbach und seine Kirche “Unserer lieben Frau” | Oberschwabens Sehenswürdigkeiten
